Altenburger Praxisjahr für Restaurierung startet in den zehnten Jahrgang
Vier Praktikantinnen sammeln ein Jahr lang Erfahrungen in Restaurierung und Konservierung

Altenburg. Das Altenburger Praxisjahr für Kunstgut- und Denkmalrestaurierung ist am 1. September 2026 in seinen zehnten Jahrgang gestartet. Gleichzeitig feiert das Angebot in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Vier Praktikantinnen arbeiten in den kommenden zwölf Monaten in verschiedenen Restaurierungswerkstätten der Stadt, darunter im Lindenau-Museum und im Residenzschloss Altenburg.
Mit dabei sind Emma März, Oleksandra Hryshchenko, Felizita Quenzel und Hedwig Becker. Während des Praxisjahres erhalten sie Einblicke in unterschiedliche Bereiche der Restaurierung und Konservierung und können damit Voraussetzungen für ein späteres Studium in diesem Fachgebiet schaffen.
Von Baudenkmalen bis zur Papierrestaurierung
Das Programm verbindet praktische Arbeit mit theoretischen Grundlagen. Die Teilnehmerinnen lernen verschiedene Sammlungsbereiche der Altenburger Museen sowie unterschiedliche Fachrichtungen der Restaurierung kennen. Das Spektrum reicht von der Baudenkmalpflege bis zur Papierrestaurierung.
Zum Programm gehört außerdem ein Mappenkurs in der Kunstschule des Lindenau-Museums. Dort werden technische Fähigkeiten geschult und Bewerbungsunterlagen für einen möglichen späteren Studienplatz vorbereitet.
Neben den Altenburger Museen ist auch die private Altenburger Restaurierungswerkstatt pons asini an dem Praxisjahr beteiligt.
Vier Restaurierungsprojekte über das gesamte Jahr
Während ihres Praxisjahres bearbeiten die vier Teilnehmerinnen zudem vier Objekte aus den Sammlungen des Lindenau-Museums und des Residenzschlosses.
Zu den diesjährigen Projekten gehören eine Christusdarstellung als Holzskulptur, ein archäologisches Objekt sowie mehrere Gemälde. Die Arbeiten an diesen Objekten begleiten die Praktikantinnen über das Jahr hinweg.
Knapp 50 Bewerbungen für vier Plätze
Das Altenburger Praxisjahr stößt nach Angaben der Veranstalter auch außerhalb der Region auf Interesse. Für die zehnte Auflage gingen knapp 50 Bewerbungen ein, darunter auch aus dem Ausland.
Viele frühere Teilnehmerinnen und Teilnehmer beginnen nach ihrem Praxisjahr ein Studium im Bereich Restaurierung. Das Programm hat zugleich in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, ein Netzwerk von Fachleuten aufzubauen, das den Austausch von Wissen und Erfahrungen ermöglicht.
Das Praxisjahr ist Teil der von den Altenburger Museen angestoßenen Entwicklung einer Bildungslandschaft in der Stadt.