Rückblick auf den Altenburger Stadtrat vom 29.01.2026

In der Stadtratssitzung standen mehrere Themen im Fokus, die unmittelbar die Lebensqualität in Altenburg betreffen.

In der Einwohnerfragestunde meldeten sich vor allem Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerinitiative Schmöllnsche Straße Schmöllnsche Vorstadt zu Wort. Sie brachten Anliegen vor, die sich inhaltlich auch in den späteren Anträgen wiederfanden. Gefordert wurden unter anderem eine Verbesserung des Straßenbelags, sichere Fußgängerüberwege sowie
Maßnahmen zur Lärmminderung und Verkehrsberuhigung. Die SPD-Fraktion bewertet es positiv, dass sich Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen und konkrete Vorschläge formulieren.

Torsten Rist stellte für die SPD-Fraktion zudem eine Anfrage zu den aktuell weggefallenen Parkplätzen in der Innenstadt. Hintergrund ist die temporäre Nutzung des Parkplatzes neben dem Yosephinum für die Baustelle der Spielwelt. Als Antwort führte die Verwaltung aus, dass eine Sperrung von rund drei Monaten geplant ist und für die wegfallenden Parkplätze derzeit alternative Lösungen geprüft werden.

Anschließend stellte die Stadtverwaltung das neue Corporate Design der Stadt Altenburg vor. In stilisierter Form greifen die roten Spitzen das Stadtbild auf. Thomas Jäschke merkte an, dass das Design sehr technisch und industriell wirke und bedauerte, dass die identitätsstiftenden Skatzeichen nicht mehr enthalten sind. In der anschließenden kurzen Debatte wurde deutlich,  dass Skat für Altenburg weiterhin eine besondere Rolle spielt, nicht zuletzt durch den sportlichen Erfolg eines Altenburger Vereins in der 1. Bundesliga.

Ein weiterer Schwerpunkt waren verkehrliche Anpassungen in der Teichvorstadt und der August Bebel Straße sowie Maßnahmen im Bereich Schmöllnsche Straße, Roßplan und Teichstraße. Dabei ging es vor allem um Lärmminderung, die Verbesserung des Straßenbelags vom Kopfsteinpflaster zu Asphalt sowie um sichere Fußgängerüberwege. Die SPD-Fraktion stimmte den Anträgen nicht dagegen, da sie den berechtigten Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohner entsprechen. Irritationen entstanden durch Aussagen von Pro Altenburg zu
einem angeblichen Zweirichtungsverkehr, der weder Bestandteil der Beschlussvorlage war noch zur Abstimmung stand. Die Rede des Fraktionsvorsitzenden von Pro Altenburg überschritt dabei sachliche Grenzen, indem er anderen Stadtratsmitgliedern absprach, sich für Teile der Stadt einsetzen zu dürfen, die nicht ihrem unmittelbaren Wohnumfeld entsprechen, was demokratischer Kommunalpolitik widerspricht. Thomas Jäschke widersprach diesen Aussagen ebenso deutlich wie der AfD, die die Anliegen der Bürgerschaft als nicht notwendig
und unwirtschaftlich bezeichnete. Jörg Wenzel verwies ergänzend auf weiteren Sanierungsbedarf, unter anderem in Greipzig. Torsten Rist stellte klar, dass es sich bei den vorliegenden Beschlüssen um Prüfaufträge handelt, deren konkrete Ausgestaltung im Rahmen der Haushaltsberatungen festgelegt wird.

Für die SPD-Fraktion war der Tagesordnungspunkt „Teilnahme der Stadt Altenburg am Projektaufruf 2025/2026 zur Förderung im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten““ von zentraler Bedeutung. Der Stadtrat billigte das Einreichen einer Projektskizze zur Sanierung und zum Umbau der Skatbank Arena. Damit eröffnet sich für Altenburg die Möglichkeit, in ein Bundesförderprogramm einzusteigen, das gezielt Kommunen
mit Sanierungsstau unterstützt.

Der Fraktionsvorsitzende Thomas Jäschke betonte in seiner Rede, dass die Skatbank-Arena für den Fußball, die Leichtathletik, den Schul- und den Vereinssport dringend benötigt wird. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung für das Ehrenamt. Trainerinnen, Trainer, Betreuerinnen und Betreuer leisten Woche für Woche unverzichtbare Arbeit und brauchen dafür verlässliche Rahmenbedingungen. Gute Sportstätten sind daher nicht nur Infrastruktur, sondern ein Ausdruck von Respekt und Wertschätzung.

Mit der Projektskizze ist auch eine Entwicklungsstudie für das gesamte Sportareal vorgesehen, einschließlich Altem Stadion und Kunstrasenplatz. Schulen und Vereine sollen dabei einbezogen werden. Die SPD-Fraktion machte zudem deutlich, dass bei der Weiterentwicklung des Areals auch die Erreichbarkeit eine Rolle spielt. Das Stadion liegt am Stadtrand. Eine modernisierte Anlage verbesserte Anbindung kann ein wichtiger Impuls für die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs sein. Dazu Thomas Jäschke: „Kurze Wege für kurze Beine sowie verlässliche Verbindungen für Vereine.“.

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