Mehr Krebserkrankungen in Thüringen – AOK PLUS ruft zur Vorsorge auf
Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar ruft die AOK PLUS zur verstärkten Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen auf. Hintergrund sind aktuelle Auswertungen des Zentrums für Krebsregisterdaten (ZfKD) für die Jahre 2021 bis 2023. Während die Zahl der Krebsneuerkrankungen bundesweit rückläufig ist, zeigt sich in Thüringen im gleichen Zeitraum ein leichter Anstieg, insbesondere bei Brust- und Prostatakrebs.
Nach Einschätzung der AOK PLUS gehen noch immer zu wenige Menschen regelmäßig zur Vorsorge. Dabei gilt: Je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto besser sind in vielen Fällen die Heilungschancen.
Der Vorstandsvorsitzende der AOK PLUS, Dr. Stefan Knupfer, verweist darauf, dass Vorsorgeuntersuchungen genauso selbstverständlich sein sollten wie andere Gesundheitschecks. Früherkennung könne dazu beitragen, die Chancen auf erfolgreiche Behandlungen deutlich zu erhöhen.
Früherkennung nach Alter und Geschlecht
Gesetzlich Versicherte haben – abhängig von Alter und Geschlecht – Anspruch auf verschiedene Krebsfrüherkennungsuntersuchungen. Kundinnen und Kunden der AOK PLUS können darüber hinaus zusätzliche kostenfreie Angebote nutzen. Dazu zählt unter anderem ein Hautkrebs-Screening ab 14 Jahren.
Zur Darmkrebsvorsorge stehen ab einem Alter von 40 Jahren ein Stuhltest oder eine Koloskopie zur Verfügung. Frauen haben zudem die Möglichkeit, in den Brustkrebszentren in Dresden oder Leipzig ihr persönliches Risiko für Brust- oder Eierstockkrebs testen zu lassen. Weitere Informationen stellt die AOK PLUS online zur Verfügung.
Leichter Anstieg der Krebszahlen in Thüringen
Nach Daten des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) ist die Zahl der Krebserkrankungen in Thüringen stabil bis leicht steigend. Besonders deutlich zeigt sich dies bei Prostatakrebs: Die Zahl der betroffenen Männer stieg von 19.800 im Jahr 2021 auf 20.600 im Jahr 2023. Auch bei Brustkrebs nahm die Zahl der erkrankten Frauen im gleichen Zeitraum von 24.900 auf 26.300 zu.
Bei anderen Krebsarten wie Darm-, Haut- oder Lungenkrebs wurden hingegen keine signifikanten Veränderungen festgestellt.
Lebensstil als wichtiger Faktor
Das ZfKD verweist darauf, dass laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis zu 50 Prozent aller Krebsneuerkrankungen durch einen gesunden Lebensstil vermeidbar wären. Eine ausgewogene Ernährung sowie der Verzicht auf Tabak und Alkohol senken das Erkrankungsrisiko deutlich. Allein das Rauchen wird für rund 19 Prozent aller Krebsneuerkrankungen verantwortlich gemacht.
Die AOK PLUS unterstützt Versicherte dabei unter anderem mit kostenlosen Gesundheitskursen, etwa zur Tabakentwöhnung oder Ernährung, sowie mit digitalen Angeboten zur Gesundheitsförderung.