Vortrag über Streuobstwiesen im Mauritianum Altenburg

Der Verlust der biologischen Vielfalt zählt zu den größten Umweltproblemen unserer Zeit. Auch im Altenburger Land sind viele Lebensräume betroffen. Eine besondere Rolle spielen dabei Streuobstwiesen im Altenburger Land, die zu den artenreichsten Lebensräumen Europas zählen und zahlreichen Pflanzen- und Tierarten einen wichtigen Rückzugsraum bieten.
Seit Jahrhunderten prägen Streuobstwiesen die Kulturlandschaft der Region. Besonders im Frühjahr sorgen ihre blühenden Obstbäume für ein eindrucksvolles Landschaftsbild. Gleichzeitig bieten sie zu jeder Jahreszeit ein vielfältiges Naturerlebnis.
Im Unterschied zu klassischen Obstplantagen wachsen auf Streuobstwiesen hochstämmige Obstbäume in lockerer Anordnung. Diese Struktur ermöglicht eine Mehrfachnutzung: Während in der „oberen Etage“ Obst geerntet wird, kann die Fläche darunter beispielsweise als Mähwiese zur Heugewinnung oder als Viehweide genutzt werden. Die Bäume sind oft unterschiedlich alt, entwickeln große Baumkronen und liefern regionales Obst – meist ohne den Einsatz von Pestiziden oder künstlichen Düngern.
Die Natura 2000-Station „Osterland“ engagiert sich aktiv für den Schutz, die Pflege und den Erhalt dieser wertvollen Biotope. In einem Vortrag mit dem Titel „Mehr als nur Obst – Das Ökosystem Streuobstwiese als Hotspot der Biodiversität“ informieren Tobias Eggert und Anett Roßberg über Fördermöglichkeiten sowie über die fachgerechte Sanierung und Pflege von Streuobstwiesen.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, mehr über die Bedeutung und den Schutz dieser besonderen Lebensräume zu erfahren.
Veranstaltungsüberblick
Dienstag, 10. März 2026 · 19 Uhr
Vortrag: „Mehr als nur Obst – Das Ökosystem Streuobstwiese als Hotspot der Biodiversität“
Referenten: Tobias Eggert & Anett Roßberg (Natura 2000-Station Osterland)
Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg