Finanzkommission Gesundheit: AOK PLUS fordert Fokus auf Nutzen für Patienten

Die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte Finanzkommission Gesundheit hat erste Vorschläge zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung vorgestellt. Die AOK PLUS sieht darin ein Signal für den hohen Handlungsdruck im Gesundheitssystem.

Der Vorstandsvorsitzende der AOK PLUS, Dr. Stefan Knupfer, betont, dass nun alle Beteiligten gefordert seien, die Chance zu nutzen, um Ausgaben zu senken und das Gesundheitssystem für die Menschen spürbar besser zu gestalten.

Nach Einschätzung der AOK PLUS zeigen die Vorschläge der Finanzkommission Gesundheit, dass es vor allem ein Ausgabenproblem gebe. Aus Sicht von Knupfer sei genügend Geld im System vorhanden. Mehr Geld allein mache das System nicht besser, sondern im Zweifel nur teurer.

Zugleich fordert die AOK PLUS, dass versicherungsfremde Leistungen konsequent aus Steuermitteln finanziert werden. Es könne nicht dauerhaft Aufgabe der Beitragszahlenden sein, gesamtgesellschaftliche Aufgaben zu tragen.

Prävention und Gesundheitskompetenz stärker in den Mittelpunkt

Knupfer spricht sich zudem für mehr Eigenverantwortung, Prävention und Gesundheitskompetenz aus. Kluge Anreize müssten stärker in den Mittelpunkt rücken. Ziel sei es, den Menschen mehr gesunde Jahre zu ermöglichen.

Die vorliegenden Vorschläge bewertet die AOK PLUS als einen ersten Schritt. Nun komme es darauf an, diese ernsthaft zu prüfen und gesellschaftlich zu diskutieren. Alle Akteure im System müssten bereit sein, ihren Beitrag zu leisten.

Nach Ansicht der Krankenkasse liegt die Verantwortung jetzt bei der Politik. Sie müsse aus den Vorschlägen der Kommission tragfähige Entscheidungen ableiten. Maßstab müsse dabei sein, was der Gesundheit der Menschen tatsächlich nützt.

Für die AOK PLUS werde nun entscheidend sein, welche konkreten Auswirkungen die Vorschläge auf die Versorgung und auf ihre 3,5 Millionen Kundinnen und Kunden in Sachsen und Thüringen haben.

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