NGG warnt vor sozialer Schieflage im Altenburger Land

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Thüringen warnt vor einer wachsenden sozialen Schieflage im Altenburger Land. Nach Angaben der Gewerkschaft stehen im Landkreis 11 Einkommensmillionären rund 26.700 Beschäftigte in Handwerk, Industrie und Dienstleistung gegenüber.

Die NGG beruft sich dabei auf Zahlen des Thüringer Landesamts für Statistik und der Arbeitsagentur.

NGG-Geschäftsführer Jens Löbel kritisiert, dass die arbeitende Bevölkerung zunehmend belastet werde, während Spitzenverdiener und Vermögende aus Sicht der Gewerkschaft zu wenig herangezogen würden. Es gehe nicht um Neid, sondern um Gerechtigkeit, so Löbel.

Die Gewerkschaft verweist unter anderem auf die Belastung von Arbeitseinkommen durch Steuern und Abgaben sowie auf die Besteuerung von Kapitaleinkünften. Auch bei der Erbschaftssteuer sieht die NGG Reformbedarf.

Von der Regierungskoalition aus CDU und SPD fordert die NGG einen Kurswechsel. Reformen bei Steuern, Rente und Gesundheit dürften die Kluft zwischen Arm und Reich nicht weiter vergrößern.

Außerdem spricht sich die Gewerkschaft für einen höheren Spitzensteuersatz, eine gerechtere Vermögensverteilung und die Abschaffung des Ehegattensplittings aus.

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