Betriebsräte Altenburger Land: DGB gratuliert gewählten Interessenvertretungen

Starke Betriebsräte sollen Demokratie und Mitbestimmung im Betrieb stärken

Der Deutsche Gewerkschaftsbund im Altenburger Land gratuliert allen neu gewählten und wiedergewählten Betriebsrätinnen und Betriebsräten zu ihrer Wahl. Zugleich wünscht der DGB den Interessenvertretungen für ihre verantwortungsvolle Aufgabe Kraft, Erfolg und ein gutes Gespür für die Interessen der Beschäftigten.

Mit dem Abschluss der Betriebsratswahlen 2026 haben Beschäftigte in zahlreichen Betrieben bundesweit ihre Interessenvertretungen gewählt. Aus Sicht des DGB wurde damit ein Zeichen für Mitbestimmung und Demokratie im Arbeitsleben gesetzt.

„Demokratie endet nicht am Werkstor. Dieser Grundsatz gilt heute mehr denn je. Betriebsratswahlen sind gelebte Demokratie im Betrieb und ein wichtiges Bollwerk gegen Angriffe auf Arbeitnehmerrechte“, erklärt Thomas Jäschke, Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Altenburger Land.

Bereits vor einigen Wochen hatte der DGB-Kreisverband Altenburger Land zur Teilnahme an den Betriebsratswahlen aufgerufen und die Bedeutung starker Interessenvertretungen hervorgehoben. Die Herausforderungen der Arbeitswelt seien seitdem nicht kleiner geworden.

Digitalisierung, wirtschaftlicher Wandel, neue Technologien, Fachkräftemangel und veränderte Arbeitsformen verändern nach Einschätzung des DGB viele Arbeitsplätze tiefgreifend. Gerade deshalb brauche es starke Betriebsräte im Altenburger Land und darüber hinaus, die Veränderungen aktiv mitgestalten und darauf achten, dass Beschäftigte nicht zu Zuschauern von Entscheidungen werden, die ihr Arbeitsleben unmittelbar betreffen.

Der DGB sieht mit Sorge, dass sich Unternehmen zunehmend aus Tarifbindung und Mitbestimmung zurückziehen. Gleichzeitig wachse gerade in Ostdeutschland die Sorge vor einer schleichenden Deindustrialisierung. Trotz umfangreicher Aufbauarbeit nach der Wiedervereinigung würden Standorte infrage gestellt oder Unternehmen zögen sich zurück. Auch im Altenburger Land sei diese Entwicklung spürbar.

Für viele Beschäftigte bedeute das Unsicherheit und die berechtigte Frage, wie es weitergeht.

„Gerade in solchen Situationen braucht es starke betriebliche Mitbestimmung. Betriebsräte und Gewerkschaften sind wichtige Partner, wenn es darum geht, Beschäftigte zu schützen, Perspektiven zu entwickeln und für Standorte zu kämpfen“, erklärt Jäschke.

Weiter sagt er: „Die gewählten Betriebsräte sind unverzichtbare Partner für die Gestaltung der Arbeitswelt von morgen. Gute Arbeit entsteht nicht von allein. Sie braucht Mitbestimmung, Tarifbindung und starke Interessenvertretungen.“

Der DGB fordert deshalb die Politik auf, die Rahmenbedingungen für Mitbestimmung, faire Arbeitsbedingungen und tarifliche Standards konsequent zu stärken.

Auch mehr als drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung bestehen nach Angaben des DGB weiterhin Unterschiede bei Einkommen, Arbeitsbedingungen und Vermögensentwicklung zwischen Ost und West. Starke Betriebsräte und gute Tarifverträge blieben deshalb wichtige Hebel für mehr Gerechtigkeit und gleiche Chancen.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften sichern den gewählten Betriebsrätinnen und Betriebsräten weiterhin Unterstützung zu.

„Niemand muss diese Aufgabe allein bewältigen. Unsere Gewerkschaften stehen mit Beratung, Erfahrung, Vernetzung und Weiterbildung an der Seite der gewählten Interessenvertretungen. Unsere gewerkschaftlichen Bildungsangebote unterstützen dabei, Mitbestimmungsrechte sicher anzuwenden und Beschäftigte wirksam zu vertreten“, so Jäschke abschließend.

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