Sanierung Lindenau-Museum: Arbeiten im Inneren schreiten voran

Die Arbeiten an den Deckenbalken. (Foto: Landratsamt)
Die Arbeiten an den Deckenbalken.
(Foto: Landratsamt)

Die Sanierung Lindenau-Museum ist von außen bislang nur wenig sichtbar, im Inneren des Altenburger Museums laufen jedoch zahlreiche Arbeiten parallel. Aktuell konzentrieren sich die beteiligten Gewerke vor allem auf die Aufarbeitung historischer Bauteile, die Stabilisierung der Decken sowie vorbereitende Maßnahmen für neue Nutzungsbereiche.

Die Aufarbeitung der insgesamt 63 bauzeitlichen Fenster ist nahezu abgeschlossen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt derzeit auf den Decken und dem historischen Bodenbelag. Das Parkett im 1. Obergeschoss wurde bereits vollständig zurückgebaut. Ein Zimmererbetrieb aus Markleeberg bereitet nun die historische Dielung auf. Sie wird gereinigt, überarbeitet und anschließend wieder in den Museumsräumen verlegt.

Nach dem Rückbau des Parketts kam die alte Deckenbalkenstruktur mit früherer Schüttung zum Vorschein. Die Schüttung wurde entfernt, die Balken wurden geprüft und umfangreich verstärkt. Zudem müssen Schadstellen beseitigt werden. Insgesamt wurden 215 zusätzliche Balken in die Decke über dem Erdgeschoss eingebracht.

Die neu eingebauten Balken, Unterspannbahnen, Grobspanplatten und eine neue Schüttung sollen die Decken stabilisieren, die Durchbiegung der tragenden Holzbalken minimieren, das Schwingverhalten verbessern und die Tragfähigkeit erhöhen. Das ist besonders wichtig, damit später empfindliche Ausstellungsstücke sicher präsentiert werden können. Im 1. Obergeschoss sind diese Arbeiten nahezu abgeschlossen. Als nächstes folgen die Balkenertüchtigung und die Parkettaufbereitung im 2. Obergeschoss.

Im Zuge der Sanierung Lindenau-Museum werden auch die Wandbilder des Altenburger Künstlers Ernst Müller-Gräfe im Treppenhaus umfassend restauriert. Die Arbeiten waren in den Wintermonaten unterbrochen worden, da niedrige Temperaturen die Wirksamkeit der Lösemittel beeinträchtigt hätten. Derzeit entfernen Restauratoren Klebstoffreste von Tapeten, die über die Bilder geklebt worden waren, und reinigen den Untergrund. Anschließend sollen die notwendigen Retuschen erfolgen.

Auch im Erdgeschoss hat sich baulich bereits einiges verändert. Zwischenwände wurden entfernt und alte Sanitäranlagen abgerissen, um Platz für künftige Studio- und Laborbereiche zu schaffen. Zudem werden verfüllte Kellerbereiche im Untergeschoss beräumt, damit dort weitere Räume für Studios entstehen können.

Ab Herbst soll der Fortschritt auch von außen deutlicher sichtbar werden. Dann soll das neue Stadtgeschoss entstehen. Die Vergabe des Rohbaus für den Neubau steht nach Angaben der Stadt unmittelbar bevor.

Schreibe einen Kommentar

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"