Kohlebrand Meuselwitz: Behörden ordnen erweiterte Schadstoffmessungen an

Nach Beschwerden über Rauch und Geruchsbelästigungen rund um den Kohlebrand bei Meuselwitz werden die Untersuchungen der Rauchgas-Emissionen ausgeweitet. Das Landratsamt Altenburger Land und die Stadt Meuselwitz haben dazu einen Auflagenbescheid an die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) versandt.
Hintergrund ist der Brand am Kohletrübebecken I Rusendorf (KTB I). Die LMBV wurde nach Angaben der Behörden verpflichtet, unverzüglich einen zugelassenen Sachverständigen mit der Erstellung eines erweiterten Messplans zu beauftragen.
Bis zu 25 mögliche Parameter im Blick
Nach Angaben der LMBV soll der Messplan insgesamt 25 mögliche Parameter für Rauchgas-Emissionen berücksichtigen. Welche Parameter konkret untersucht werden, soll der Sachverständige festlegen.
Die entsprechenden Messungen müssen anschließend bis zum Ende der Einspülungsarbeiten an den im Messplan bestimmten Orten vorgenommen werden.
Besonders relevant für die Bevölkerung in Meuselwitz und den angrenzenden Gebieten des Altenburger Landes ist eine weitere Auflage: Die erhobenen Werte sollen von einem Sachverständigen hinsichtlich einer ununterbrochenen Belastung des menschlichen Körpers über 24 Stunden bewertet werden. Die Bewertung ist der zuständigen Behörde unverzüglich vorzulegen.
Beschwerden über Geruchsbelästigung
Nach Angaben der LMBV waren zuvor zahlreiche Meldungen von Bürgern zu Geruchsbelästigungen eingegangen. Das Unternehmen erklärte, diese Hinweise ernst zu nehmen und die möglichen Maßnahmen zur Eindämmung und Beseitigung des Brandes ergreifen zu wollen. Ziel sei es zugleich, die Rauch- und Geruchsbelästigung für die Anwohner zu beenden.
Grundlage für die erweiterten Untersuchungen ist unter anderem ein Bescheid der Stadt Meuselwitz vom 7. August 2026.
LMBV sucht Sachverständige und Labore
Die LMBV teilte mit, derzeit einen zugelassenen Sachverständigen für die Erstellung des Messplans zu ermitteln. Parallel würden geeignete Unternehmen und Labore gesucht, die die erforderlichen Untersuchungen durchführen können.
Sobald Messergebnisse zum Kohlebrand Meuselwitz vorliegen, will die LMBV diese zusammen mit weiteren aktuellen Informationen online veröffentlichen.
Weitere Informationen gibt es auf der Informationsseite der LMBV zum Kohlebrand in Meuselwitz.