Safranzeit im Altenburger Land: Jetzt beginnt das lila Leuchten
Führungen, Genussangebote und kreative Workshops machen die jahrhundertealte Safrantradition erlebbar

Altenburger Land. Im Oktober beginnt im Altenburger Land wieder die Zeit des Safrankrokus. Je nach Witterung öffnen sich im Laufe des Monats die lilafarbenen Blüten und geben den Blick auf die drei roten Narbenfäden frei, aus denen das Gewürz gewonnen wird.
Unter dem Titel „DEIN Safranleuchten im Altenburger Land“ gibt es über mehrere Wochen hinweg zahlreiche Angebote rund um Anbau, Geschichte, Verarbeitung und Genuss des Altenburger Safrans.
Safran ernten und selbst zupfen
Bei Führungen über die Original-Anbauflächen können Besucher erfahren, wie der Safran angebaut, geerntet und verarbeitet wird. Bei verschiedenen Angeboten besteht außerdem die Möglichkeit, selbst Blüten zu ernten oder die roten Safranfäden aus den frisch gepflückten Blüten zu zupfen.
Formate wie ein „Abend im Safranfeld“ verbinden Informationen über den Anbau mit eigenem Ausprobieren und regionalem Genuss.
Das Safranleuchten ist dabei kein einzelnes Fest, sondern bündelt über mehrere Wochen unterschiedliche Veranstaltungen und Angebote aus Natur, Geschichte, Handwerk und Kulinarik.
Altenburger Safran auf dem Teller
Auch Restaurants und Cafés der Region greifen das Gewürz während der Safranzeit auf. Angeboten werden unter anderem Safrannudeln, Risotto, Eis und Desserts.
Hinzu kommen besondere Veranstaltungen wie „Safran trifft Mutzbraten“, Verkostungen von Trinkschokolade und Likören, Safran-Tastings sowie eine Schmecktour durch Altenburg.
Auch die Herstellung von Ziegenkäse gehört zu den Angeboten, bei denen Besucher den Safran auf unterschiedliche Weise kennenlernen können.
Mit Safran färben und malen
Das „Rote Gold“ wird nicht nur in der Küche eingesetzt. Bei kreativen Angeboten können Teilnehmer beispielsweise Textilien mit Safran färben.
Ende Oktober ist zudem ein Malabend vorgesehen, bei dem Safran als Gestaltungsmittel verwendet wird.
Acht Stationen erzählen die Geschichte des Safrans
Wer sich mit der historischen Bedeutung des Gewürzes beschäftigen möchte, kann die Safran-Stories in Altenburg erkunden.
An acht Stationen geht es unter anderem um frühere Safrangärten, den Handel, die kurfürstliche Küche und die Bedeutung des Gewürzes für die Stadt. QR-Codes und ein Audioguide ergänzen den Rundgang.
Die Geschichte des Safrans im Altenburger Land reicht weit zurück. 1437 wurde Crocus sativus erstmals im Altenburger Stadtarchiv erwähnt. Im 15. und 16. Jahrhundert erlebte der Safrananbau in der Region eine Blütezeit.
Nachdem die Tradition über Jahrhunderte nahezu verschwunden war, wächst der Safrankrokus seit 2016 wieder im Altenburger Land.
Kurzreisen rund um das „Rote Gold“
Auch für Übernachtungsgäste gibt es Angebote. Verschiedene Gastgeber verbinden Aufenthalte mit Safran-Frühstück, regionalem Genuss und weiteren Erlebnissen rund um das Gewürz.
Alle Termine und Angebote zum Safranleuchten sind unter www.altenburg.travel/safranleuchten zu finden.