Kritik neues Stadtlogo Altenburg: Identität, Kosten und Transparenz im Fokus

Die Fraktion pro Altenburg im Stadtrat übt deutliche Kritik am neuen Stadtlogo der Stadt Altenburg, das vom Oberbürgermeister vorgestellt wurde. Im Mittelpunkt der Beanstandungen stehen der Wegfall der Skat-Symbolik, die fehlende Einbindung des Stadtrates sowie die Kosten in Höhe von 18.000 Euro.

Nach Auffassung der Fraktion habe das bisherige Logo mit der Skat-Symbolik ein überregional bekanntes Alleinstellungsmerkmal der Stadt aufgegriffen. Der ersatzlose Verzicht auf dieses Element schwäche aus Sicht von pro Altenburg die städtische Identität. Der Fraktionsvorsitzende erklärte, dass Skat untrennbar mit Altenburg verbunden sei und daher auch im visuellen Erscheinungsbild eine zentrale Rolle spielen sollte.

Fehlende Beteiligung des Stadtrates

Kritisiert wird zudem, dass die Entscheidung, auf Skatzeichen zu verzichten, erst im Rahmen der Präsentation des neuen Logos bekannt wurde. Eine vorherige Einbindung der Fraktionen, eine Diskussion verschiedener Entwurfsvarianten oder eine grundsätzliche Befassung des Stadtrates habe es nach Angaben der Fraktion nicht gegeben. Auch im Stadtrat selbst habe diese Entscheidung keine mehrheitliche Zustimmung gefunden.

Die Fraktion verweist darauf, dass die Kritik nicht nur aus dem Stadtrat gekommen sei. Auch aus der Bürgerschaft habe es zahlreiche Rückmeldungen gegeben. Presseberichte und öffentliche Reaktionen zeigten, dass viele Altenburgerinnen und Altenburger das Fehlen der Skat-Symbolik deutlich kritisieren.

Kosten in der Kritik

Zusätzlichen Diskussionsstoff bieten die Kosten von rund 18.000 Euro für die Neugestaltung des Logos und des Erscheinungsbildes. Angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt stelle sich aus Sicht der Fraktion pro Altenburg die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Für eine im Kern reduzierte und modernisierte grafische Darstellung erscheine diese Summe nicht nachvollziehbar.

Die Fraktion weist den Vorwurf zurück, es handele sich bei ihrer Kritik um Polemik. Vielmehr gehe es um Transparenz, um einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuermitteln und um den Erhalt der städtischen Identität.

Schriftliche Anfrage an den Oberbürgermeister

Vor diesem Hintergrund hat die Fraktion pro Altenburg eine schriftliche Anfrage an den Oberbürgermeister gestellt. Darin werden unter anderem Informationen gefordert zum:

  • konkreten Ausschreibungs- und Vergabeverfahren

  • Anzahl der eingegangenen Angebote

  • Auftragnehmer

  • Leistungsumfang

  • detaillierten Kostenaufstellung

Die Fraktion erwartet eine vollständige und nachvollziehbare Darlegung des Vorgehens. Bei Projekten mit dieser Symbolkraft sei eine frühzeitige Beteiligung des Stadtrates aus ihrer Sicht unerlässlich.

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