Mut zur weiteren Investition in das Tatami!
Seit über 2 Jahren kämpfen wir Schmöllner beim Land Thüringen um Unterstützung für unser Sport- und Freizeitbad und eine generelle Unterstützung der Hallenbäder kleiner Kommunen. Sportbäder wie unser Tatami sind ein essenzieller Bestandteil der Daseinsvorsorge, bieten Schwimmunterricht an, dienen dem Vereinssport und der Naherholung. Zudem ist das Tatami Arbeitgeber und Auftraggeber für verschiedene Firmen unserer Region.
Wir als Schmöllnerinnen und Schmöllner haben mit dem Beschluss des Doppelhaushaltes 2026/2027 viel erreicht! Auch wenn am Ende die geforderte Summe von 800.000 Euro nicht bereitgestellt wurde, bilden die Mittel des Landes eine Basis zum Erhalt des Tatami. Zudem kam es zu einem Haushaltsbegleitbeschluss, dem alle Mitglieder des Landtages einstimmig folgen konnten. Dieser sieht vor, dass im Land die nächsten 2 Jahre genutzt werden, um eine künftig langfristige Förderung zu installieren. Hier setzen wir, die Stadtratsfraktionen der SPD und der Linken, insbesondere auf die Bäderkonzeption 2040, welche das Land bei der LEG in Auftrag gegeben hat und die Ende 2026 fertiggestellt werden soll.
Gleichzeitig kommt immer wieder die Forderung seitens des Landes auf, in die Bäder zu investieren, um Kosten weiter zu minimieren. Seit 5 Jahren mussten wir eine Sanierung mit Hilfe von 800.000 Euro Bundesförderung vor uns herschieben, da die Stadtwerke den Eigenanteil nicht aufbringen können. Der diesjährige Haushalt der Stadt Schmölln sieht aufgrund der verbesserten Einnahmenseite diese dringend notwendige Investitionsmöglichkeit in das Tatami vor.
Damit würde die 45%ige Förderung des Bundes nicht verfallen und wir können mit einer Sanierung eine permanente Schließung durch plötzlichen und unplanbaren Reparaturbedarf verhindern. Gleichzeitig sparen diese Erneuerungen für die nächsten Jahre Kosten der Instandhaltung und werten das Bad auf. Gibt der Stadtrat das Geld JETZT nicht frei, dann verfallen die Mittel des Bundes endgültig und wir haben im Havariefall das Problem, dass keine liquiden Mittel für eine Reparatur zur Verfügung stehen– es droht also unterm Strich ohne eine geplante Sanierung noch in 2026 die komplette Schließung!
Die enormen Anstrengungen der letzten Monate wären umsonst gewesen und die vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger Schmöllns, deren Steuergelder es am Ende sind, würden sich berechtigterweise von ihren Vertreterinnen und Vertretern im Stadtrat im Stich gelassen fühlen.
Wir appellieren an die anderen Fraktionen des Stadtrates, mit uns gemeinsam zur Stadtratssitzung am 29.01.2026 den Sperrvermerkt aufzuheben und sich bei der Umsetzung des von der Stadtverwaltung vorgelegten Konzeptes aktiv einzusetzen. Dieses Konzept sieht eine erhöhte jährliche Gesellschaftereinlage der Stadt Schmölln vor, die wir bereit sind, mitzutragen. Für unser Bad, für eine langfristige Perspektive! Dazu gehört aber auch, eine dauerhafte Unterstützung durch politische Arbeit auf Landesebene zu etablieren, denn eine schwarze Null wird kein Sportbad Thüringens schreiben können. Das Land ist hier in der Pflicht, solidarisch den knapp bei Kasse stehenden Kommunen beizustehen – sonst lässt es die Gelder 2026 und 2027 verpuffen.
Jonas Kießhauer
Fraktionsvorsitzender Fraktion SPD
Katja Keller
Fraktionsvorsitzende Fraktion Die Linke