Sicherheit bei Festen: Thüringen prüft Förderung für Kommunen

Interkommunale Zusammenarbeit soll Absicherung von Veranstaltungen erleichtern

Erfurt/Altenburger Land. Ob Karnevalsumzüge, Stadtfeste oder traditionelle Märkte – die Absicherung solcher Veranstaltungen wird für viele Thüringer Städte und Gemeinden zunehmend zur Belastung. Steigende Sicherheitsanforderungen, insbesondere seit 2016, bringen erhebliche Kosten mit sich. Doch eine neue Initiative des Innenministeriums soll nun Abhilfe schaffen: Kooperationen zwischen Kommunen könnten künftig mit bis zu 500.000 Euro gefördert werden, etwa für den Kauf von Zufahrtssperren und technische Sicherheitsmaßnahmen.

Bei einer Gesprächsrunde im Erfurter Rathaus diskutierten am 3. September 2025 Innenminister Georg Maier (SPD), Kommunalstaatssekretär Andreas Bausewein sowie Vertreterinnen und Vertreter des Thüringer Karnevalvereins e. V. über Lösungen zur Bewahrung des Brauchtums in Zeiten hoher Sicherheitsanforderungen.

„Die Absicherung von Karnevalsumzügen, Stadt- und Straßenfesten ist eine enorme finanzielle Herausforderung. Das Brauchtum darf dabei nicht auf der Strecke bleiben“, so Innenminister Georg Maier.

Gemeinsame Sicherheitskonzepte als Weg in die Zukunft

Die Lösung liegt laut Ministerium in interkommunaler Zusammenarbeit: Wenn mehrere Städte oder Gemeinden Sicherheitskonzepte gemeinsam umsetzen und sich z. B. mobile Sperren oder Personal teilen, könnten diese Partnerschaften staatlich gefördert werden. Möglich wären bis zu 500.000 Euro je Kooperation, sofern das Thüringer Landesverwaltungsamt die Förderfähigkeit bestätigt.

„Eine 100-prozentige Sicherheit wird es nie geben – aber das, was möglich ist, tun wir gemeinsam“, sagte Kommunalstaatssekretär Bausewein. „Thüringen hat vielfältiges Brauchtum, das geschützt werden muss.“

Die konkreten Kriterien für eine Förderung – etwa die Mindestanzahl beteiligter Kommunen oder die Art der Kooperation – stehen noch aus. Das Ministerium will hier als Vermittler auftreten und einen praxisnahen Förderprozess anstoßen.

THÜRINGER MINISTERIUM FÜR INNERES, KOMMUNALES UND
LANDESENTWICKLUNG

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