Darmkrebsfrüherkennung zu Hause: AOK PLUS startet neues Angebot

Die Darmkrebsfrüherkennung AOK PLUS wird künftig einfacher: Versicherte in Sachsen und Thüringen können sich ein Test-Set für zu Hause bestellen und ihre Stuhlprobe per Post einsenden.

Hintergrund ist, dass Darmkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland zählt, gleichzeitig aber nur rund acht Prozent der Menschen über 50 Jahren die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen nutzen. Mit dem neuen Angebot soll die Hemmschwelle gesenkt werden.

Die AOK PLUS kooperiert dafür mit der DoctorBox GmbH. Ziel ist es, die Früherkennung stärker in den Alltag zu integrieren und mehr Menschen zur Teilnahme zu bewegen.

So funktioniert der Heimtest

Versicherte der AOK PLUS ab 50 Jahren können den Test online anfordern, sofern ihre letzte Darmspiegelung mindestens neun Jahre und ihr letzter Stuhltest mindestens zwei Jahre zurückliegt.

Die Probe wird zu Hause entnommen und anschließend in einem vorfrankierten Umschlag an ein Partnerlabor gesendet. Das Ergebnis wird den Versicherten digital übermittelt. Bei einem auffälligen Befund folgt eine Empfehlung zur weiteren Abklärung beim Hausarzt.

Weniger Hürden, mehr Vorsorge

Nach Angaben der AOK PLUS soll das neue Angebot insbesondere Menschen erreichen, die bisher keine Vorsorge genutzt haben. Ein Pilotprojekt im Jahr 2024 habe gezeigt, dass ein niedrigschwelliger Zugang die Teilnahme erhöhen kann.

Die Früherkennung ist bundesweit geregelt: Frauen und Männer ab 50 Jahren können alle zehn Jahre eine Darmspiegelung oder alternativ alle zwei Jahre einen Stuhltest durchführen lassen.

Mit dem Heimtest setzt die Krankenkasse auf einen alltagsnahen Ansatz, um die Darmkrebsfrüherkennung AOK PLUS weiter zu stärken und langfristig die Gesundheit der Versicherten zu verbessern.

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