SPD fordert Zukunftsperspektiven für Kelvion-Beschäftigte in Nobitz

Nobitz. Der SPD-Kreisverband Altenburger Land stellt sich nach eigenen Angaben an die Seite der Beschäftigten des Kelvion-Standortes in Nobitz-Wilchwitz und ihrer Familien. Hintergrund ist die angekündigte Schließung des Werkes bis Ende 2026.

Nach Einschätzung der SPD sind bis zu 300 tarifgebundene Industriearbeitsplätze betroffen. Die geplante Werksschließung sei ein schwerer Schlag für die wirtschaftliche Entwicklung des Altenburger Landes.

SPD fordert Respekt und Verlässlichkeit

„Die Beschäftigten haben über Jahre hinweg ihren Beitrag zum Erfolg des Unternehmens geleistet. Viele Familien haben ihr Leben auf diese Arbeitsplätze aufgebaut. Sie verdienen Respekt, Verlässlichkeit und eine echte Zukunftsperspektive“, erklärt Norman Müller, Kreisvorsitzender der SPD im Altenburger Land.

Kritisch bewertet die SPD insbesondere, dass die Ankündigung für viele Beschäftigte, ihre Familien und die Region überraschend gekommen sei.

Forderung nach Transparenz

Die SPD fordert vom Unternehmen vollständige Transparenz über die Gründe der Entscheidung. Die Menschen im Altenburger Land hätten ein Recht darauf zu erfahren, warum ein innovativer und traditionsreicher Industriestandort aufgegeben werden solle.

Max Bretzmann, stellvertretender Juso-Landesvorsitzender und Kreisvorsitzender der Jusos im Altenburger Land, betont, wer Verantwortung für hunderte Arbeitsplätze trage, dürfe sich nicht hinter Konzernstrukturen verstecken.

Kritik an Verlagerung der Produktion

Nach Angaben der SPD soll die Produktion künftig am Standort Sarstedt gebündelt werden. Gleichzeitig verweise Kelvion selbst auf erfolgreiche Geschäftsentwicklungen und Investitionen in Zukunftsmärkte. Für die SPD werfe dies erhebliche Fragen auf.

Aus Sicht von Max Bretzmann dürften ostdeutsche Industriestandorte nicht zur Verfügungsmasse werden, wenn ein international erfolgreicher Konzern in Zukunftstechnologien investiere. Das Altenburger Land brauche nicht weniger Industrie, sondern mehr innovative industrielle Wertschöpfung und sichere Arbeitsplätze.

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