Sonntagsführung zu Architekturmodellen im Lindenau-Museum

Das Interim „Kunstgasse 1“ (Foto: Lindenau-Museum)
Das Interim „Kunstgasse 1“ (Foto: Lindenau-Museum)

Die nächste Sonntagsführung im Lindenau-Museum Altenburg widmet sich den Architekturmodellen aus der Sammlung des Hauses. Am Sonntag, 19. Juli 2026, um 14 Uhr führt Dr. Ronny Teuscher durch die Kunstgasse 1.

Im Mittelpunkt stehen dabei besonders die Modelle Friedrich Sprengers aus der Zeit um 1882. Rund 30 Jahre nach der Gründung von Lindenaus Zeichenschule entwickelte Sprenger, ehemaliger Lehrer der Einrichtung, gemeinsam mit seinem früheren Schüler Franz Naumann eine „Architekturgeschichte in Modellen“.

Geplant waren großformatige Architekturproben aus Terrakotta. Sie zeigten bedeutende Bauwerke von der Antike bis zur Gotik und sollten architektonische Handbücher dreidimensional ergänzen.

Sprenger und Naumann griffen damit eine Idee Bernhard August von Lindenaus auf. Dieser hatte bereits Architekturmodelle aus Italien nach Altenburg gebracht. Die Terrakottasegmente der Modelle wurden später in Naumanns Tonwarenfabrik in Plottendorf hergestellt und anschließend im Unterricht der Lindenauschen Zeichenschule genutzt.

Bis heute befinden sich diese Architekturmodelle im Lindenau-Museum. Im Rahmen des kürzlich erschienenen Bestandskatalogs „Baukunst für die Zeichenschule“ wurden die Sprenger-Naumann’schen Terrakottamodelle von Dr. Ronny Teuscher eingehend untersucht.

Die Erkenntnisse aus dieser Forschungsarbeit bilden die Grundlage für die Führung. Besucherinnen und Besucher erhalten dabei Einblicke in die Entstehung, Nutzung und Bedeutung der Altenburger Architekturmodelle.

Veranstaltung im Überblick:
Sonntag, 19. Juli 2026, 14 Uhr
Führung: „Made in Altenburg – Die Entwicklung von Architekturmodellen antiker Bauwerke in der Kunstschule des Lindenau-Museums“
Lindenau-Museum Altenburg, Kunstgasse 1
Eintritt frei

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