Kopfschmerzen und Migräne: Diagnosen in Thüringen nehmen seit Jahren zu

Thüringen. Kopfschmerzen und Migräne werden bei Versicherten der AOK PLUS immer häufiger diagnostiziert. Im Jahr 2025 erhielten in Thüringen 11,8 Prozent der Versicherten mindestens einmal eine entsprechende Diagnose. Besonders häufig sind junge Menschen betroffen, wie eine aktuelle Auswertung der Gesundheitskasse zeigt.

Bei den 18- bis 24-Jährigen liegt der Anteil der Betroffenen in Sachsen und Thüringen bei 20 Prozent. Bei Kindern und Jugendlichen zeigen sich Unterschiede zwischen den beiden Bundesländern: In Thüringen waren laut AOK PLUS 22,1 Prozent betroffen, in Sachsen 19,9 Prozent.

Auch über die verschiedenen Altersgruppen hinweg unterscheiden sich die Zahlen. Während sich der Anteil der Betroffenen in Sachsen bis zur Altersgruppe der 50- bis 54-Jährigen etwa halbiert, wird dieser Wert in Thüringen erst bei den 60- bis 69-Jährigen erreicht.

Frauen häufiger von Kopfschmerzen und Migräne betroffen

Deutliche Unterschiede gibt es laut Auswertung auch zwischen den Geschlechtern. Im vergangenen Jahr erhielten 13,7 Prozent der weiblichen AOK-PLUS-Versicherten eine Diagnose wegen Kopfschmerzen oder Migräne. Bei den Männern waren es 7 Prozent.

Besonders groß ist der Unterschied bei Migräne: Frauen erhielten diese Diagnose nach Angaben der Krankenkasse mehr als dreimal so häufig wie Männer.

Insgesamt zeigt die Auswertung einen längerfristigen Anstieg. Während 2025 in Thüringen 11,8 Prozent der Versicherten betroffen waren, lag der Anteil in Sachsen bei 10,1 Prozent. In beiden Bundesländern erhöhte sich der Anteil in den vergangenen Jahren nach Angaben der AOK PLUS durchschnittlich um 2,5 Prozent pro Jahr.

Programm für Kinder und Jugendliche mit Kopfschmerzen

Gemeinsam mit der Kopfschmerzambulanz des Universitätsklinikums Dresden bietet die AOK PLUS das Dresdner Kinder- und Jugendkopfschmerzprogramm (DreKiP) an. Es richtet sich an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die regelmäßig unter Kopfschmerzen leiden.

Im Programm werden zunächst Beschwerden, mögliche Auslöser sowie Häufigkeit und Intensität erfasst. Anschließend lernen die Teilnehmer und ihre Familien unter anderem Methoden zum Stressmanagement, Entspannungstechniken und Möglichkeiten zur Förderung körperlicher Aktivität kennen.

Die Teilnahme erfolgt auf Überweisung durch den behandelnden Haus- oder Kinderarzt.

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