Amtstierarzt empfiehlt Impfung zum Schutz vor Blauzungenkrankheit
Landkreis Altenburger Land Teil der Restriktionszone

Nach dem Nachweis der Blauzungenkrankheit Serotyp 8 bei einem Rind im sächsischen Landkreis Meißen ist auch das Altenburger Land Teil der eingerichteten 150-Kilometer-Zone mit Handelsrestriktionen. Ziel dieser Maßnahme ist es, eine weitere Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern.
Betroffen sind Tiere, die für das Virus empfänglich sind, insbesondere Rinder, Schafe und Ziegen.
Amtstierarzt informiert Tierhalter
Matthias Thurau, Amtstierarzt des Landkreises Altenburger Land, weist darauf hin, dass alle aktuell geltenden Regelungen für Tierhalter auf der Internetseite des Landkreises unter www.altenburgerland.de sowie auf der Website des Thüringer Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie veröffentlicht sind.
Zusätzlich wurden alle Rinderhalter im Landkreis in dieser Woche noch einmal schriftlich informiert. Dabei machte Thurau ausdrücklich deutlich, dass eine Impfung der Tiere sinnvoll ist, um schwere Krankheitsverläufe zu verhindern.
Erkrankung betrifft ausschließlich Wiederkäuer
An der Blauzungenkrankheit erkranken ausschließlich Wiederkäuer wie Rinder, Schafe oder Ziegen. Die Infektionskrankheit wird durch ein Virus verursacht und über Stechmücken von Tier zu Tier übertragen.
Erkrankte Tiere zeigen unter anderem:
Fieber
Schleimhauterosionen im Kopfbereich
Schwellungen in der Maulhöhle
In schweren Fällen kann die Erkrankung tödlich verlaufen. Eine Impfung bietet einen wirksamen Schutz vor schweren Krankheitsverläufen.
Für Menschen ist die Blauzungenkrankheit ungefährlich.
Rund 16.000 Rinder im Landkreis
Im Landkreis Altenburger Land werden derzeit rund 16.000 Rinder gehalten. Zuletzt war Ende August 2024 ein einzelner Fall der Blauzungenkrankheit Serotyp 3 bei einer Kuh festgestellt worden.