Leipziger Straße in Altenburg bleibt halbseitig gesperrt
Die Sperrung der Leipziger Straße in Altenburg bleibt vorerst bestehen. Grund dafür sind Setzungen in der stadtauswärtigen Fahrspur, deren Ursache und tatsächliches Ausmaß weiterhin untersucht werden. Nach Angaben der Stadt dient die halbseitige Sperrung der Gefahrenabwehr und der Gewährleistung der Verkehrssicherheit.
Betroffen ist insbesondere der Abschnitt zwischen den Hausnummern 23 und 37. Dort beobachten Mitarbeiter der Stadtverwaltung bereits seit Anfang 2025 sichtbare Setzungen der Fahrbahnoberfläche. Besonders deutlich zeigen sich diese im Bereich einer Kanaltrasse.
Nachdem sich die Setzungen weiter ausgedehnt hatten und Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit nicht mehr ausgeschlossen werden konnten, wurde die betroffene Fahrspur vorsorglich gesperrt. Eine Behelfsampel führt den Verkehr seitdem an der Schadstelle vorbei.
Weitere Untersuchungen in der Leipziger Straße
An der Stelle mit der deutlichsten Setzung wurde zunächst eine Suchschachtung durchgeführt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse machten weitere Untersuchungen notwendig. Unter anderem fanden bereits Bodenradarmessungen durch ein ortsansässiges Unternehmen statt.
Nach dem bisherigen Stand zeichnet sich ein ausgedehnteres Schadensbild ab. Die genaue Ursache und der Umfang des betroffenen Bereiches stehen jedoch noch nicht abschließend fest.
Die Stadt hat deshalb eine gutachterliche Begleitung der weiteren Untersuchungen veranlasst. Einbezogen werden dabei auch Informationen zu den im Straßenkörper verlaufenden Abwasser-, Trinkwasser- und Gasleitungen sowie Unterlagen zur früheren Bauausführung und zu den verwendeten Materialien.
Vier weitere Suchschürfe geplant
Noch in dieser Woche sollen vier weitere Suchschürfe angelegt werden. Zusätzlich sind Rammsondierungen, Plattendruckversuche und Bodenanalysen vorgesehen. Damit sollen die Ursache der Setzungen und das konkrete Schadensausmaß weiter eingegrenzt werden.
Erst wenn die Ergebnisse vorliegen, kann festgelegt werden, welche baulichen Maßnahmen für eine dauerhafte Reparatur notwendig sind.
Dass zwischen den einzelnen Untersuchungen zeitweise keine Arbeiten vor Ort zu sehen sind, bedeutet laut Stadt nicht, dass die Maßnahme ruht. Neben den Arbeiten an der Schadstelle gehören Messungen, Auswertungen, gutachterliche Prüfungen sowie die Abstimmung von Leitungs- und Baudaten zur Ursachenforschung.
Spätere Vollsperrung wahrscheinlich
Nach derzeitiger Einschätzung wird die spätere Reparatur der Fahrbahn voraussichtlich nur unter einer Vollsperrung der Leipziger Straße möglich sein.
Diese kann allerdings erst eingerichtet werden, wenn die Bahnunterführung in der Kauerndorfer Allee wieder für den Verkehr geöffnet ist und damit eine Ausweichmöglichkeit zur Verfügung steht. An der Wiederherstellung beziehungsweise Öffnung der Bahnunterführung wird derzeit ebenfalls gearbeitet.
Wie lange die halbseitige Sperrung bestehen bleibt und welche Arbeiten sowie Kosten die spätere Sanierung mit sich bringt, kann erst nach Abschluss der laufenden Untersuchungen eingeschätzt werden.