VHS-Vortrag in Altenburg: Bausoldaten in der DDR im Mittelpunkt

Altenburg. Mit dem Thema „Bausoldaten in der DDR“ beschäftigt sich ein Vortrag am Montag, 28. September, in der „Akademie in der Aula“ in Altenburg. Zu Gast ist die Berliner Historikerin Dr. habil. Anke Silomon. Beginn der Veranstaltung ist um 18 Uhr.

Der Vortrag trägt den Titel „Der Umgang mit Andersdenkenden: Bausoldaten in der DDR“. Im Mittelpunkt stehen Männer, die den Dienst mit der Waffe in der Nationalen Volksarmee verweigerten.

An ihrem Beispiel untersucht die Referentin die begrenzten Gestaltungsmöglichkeiten und das Verhalten von Einzelpersonen und Gruppen innerhalb einer Diktatur. Dabei geht es auch um die Folgen, die die Verweigerung des Waffendienstes für die betroffenen Männer hatte.

Nach Angaben der Volkshochschule mussten Bausoldaten für ihre Haltung einen hohen Preis zahlen. So wurden einige von ihnen erst kurz vor ihrem 26. Geburtstag zum Dienst eingezogen und dadurch von ihren Frauen und Kindern getrennt.

Auch Auswirkungen auf Ausbildung und Beruf werden im Vortrag thematisiert. Einige Bausoldaten konnten demnach ihr Studium nicht fortsetzen oder nach dem Dienst nicht in ihren bisherigen Beruf zurückkehren.

Dr. habil. Anke Silomon geht bei ihrem Vortrag über die Bausoldaten in der DDR außerdem der Frage nach, welche Auswirkungen der Umgang des DDR-Regimes mit Andersdenkenden hatte. Dabei wird auch thematisiert, ob die repressive Politik gegenüber den Bausoldaten dazu beitrug, eine Opposition entstehen zu lassen.

Die Veranstaltung ist Teil der „Akademie in der Aula“ in Altenburg. Der Eintritt zum Vortrag ist kostenfrei.

Die Volkshochschule empfiehlt wegen der verfügbaren Plätze eine vorherige Reservierung. Diese ist telefonisch unter 03447 507928 oder online über die Internetseite der Volkshochschule Altenburger Land möglich.

Termin: Montag, 28. September, 18 Uhr
Veranstaltung: „Der Umgang mit Andersdenkenden: Bausoldaten in der DDR“
Referentin: Dr. habil. Anke Silomon
Eintritt: frei

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