Streit um Stadtlogo: Fraktion pro Altenburg fordert Skat-Symbolik im Stadtlogo

Die Fraktion pro Altenburg wird in der kommenden Sitzung des Stadtrates einen Antrag zur Überarbeitung des neuen Corporate Designs der Stadt Altenburg einbringen. Ziel ist die Einbindung der Skat-Symbolik in das Stadtlogo unter formeller Beteiligung und Beschlussfassung des Stadtrates.

Hintergrund ist die Antwort der Stadtverwaltung auf die umfangreiche Anfrage zur Neugestaltung des Logos. Darin wird die formale Zuständigkeit des Oberbürgermeisters für das Corporate Design betont. Die Fraktion stellt diese Zuständigkeit nicht in Frage, verweist jedoch darauf, dass ein Stadtlogo weit über eine Behördenkennzeichnung hinausgeht.

„Ein Stadtlogo ist Ausdruck unserer Identität. Es repräsentiert nicht nur die Verwaltung, sondern die gesamte Stadtgesellschaft“, erklärt Peter Müller, Fraktionsvorsitzender von pro Altenburg.

Nach Angaben der Verwaltung wurde im Vergabeverfahren bewusst auf inhaltliche Vorgaben verzichtet. Eine Jury habe entschieden – jedoch nicht der Stadtrat als gewähltes Vertretungsorgan der Bürgerschaft.

Bereits unter dem vormaligen und langjährigen Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) hat es einen Versuch gegeben, die Skat-Symbolik aus dem Logo zu entfernen. Dieser Vorstoß ist im Stadtrat auf erheblichen Widerstand gestoßen, sodass davon Abstand genommen wurde.

Auch damals lag die formale Zuständigkeit beim Oberbürgermeister. Dennoch wurde das Votum des Stadtrates respektiert und es kam zu keiner Umsetzung gegen den erklärten politischen Willen.

„Gerade dieser Vorgang zeigt, dass bei identitätsprägenden Fragen eine Beschlussfassung des Stadtrates herbeizuführen ist. Genau das erwarten wir auch jetzt“, erklärt Dirk Schwerd, stellvertretender Fraktionsvorsitzender von pro Altenburg.

Die öffentliche Resonanz ist eindeutig: Auf der Facebook-Seite von pro Altenburg beteiligten sich 508 Personen an einer offenen Online-Abstimmung. 506 Stimmen sprachen sich für eine Einbindung der Skat-Symbolik aus. Der Beitrag erzielte über 21.700 Aufrufe.

Altenburg gilt als Wiege des Skatspiels. Das Skatspiel wurde 2016 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutsche UNESCO-Kommission aufgenommen und stellt ein bundesweit anerkanntes Alleinstellungsmerkmal dar.

Mit Blick auf die geplante Landesgartenschau 2032 sieht die Fraktion eine besondere Chance, Altenburg als Gastgeberstadt selbstbewusst zu positionieren.

„Unser Antrag ist kein Rückschritt, sondern eine Weiterentwicklung. Altenburg ist Skatstadt – und das sollte auch im Logo sichtbar sein“, so Peter Müller abschließend.

Peter Müller

Fraktionsvorsitzender

Schreibe einen Kommentar

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"