Erpressung über soziale Medien: Kriminalpolizei warnt vor Sextortion

Großenstein. Ein 21-jähriger Mann ist über soziale Medien Opfer einer Erpressung geworden. Nach Angaben der Polizei wurde der Geschädigte im Zeitraum vom 15. Februar bis 15. Mai 2026 über TikTok von einer unbekannten Täterin dazu aufgefordert, Nacktbilder zu übersenden.
Anschließend wurde der 21-Jährige mit der Veröffentlichung der Bilder erpresst. Der Mann leistete Zahlungen von insgesamt mehr als 4.000 Euro. Trotz der Zahlungen wurden die Bilder nach Polizeiangaben dennoch an Bekannte weitergeleitet.
Kriminalpolizei ermittelt wegen Erpressung
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen Erpressung auf sexueller Grundlage übernommen.
Der Fall reiht sich nach Angaben der Polizei in eine Reihe ähnlicher Delikte ein, die zuletzt wieder verstärkt auftreten. Dabei nehmen unbekannte Personen über soziale Medien Kontakt auf. Die Gespräche entwickeln sich häufig schnell in eine sexuelle Richtung. Anschließend werden die Opfer aufgefordert, intime Bilder oder Videos zu verschicken.
Polizei warnt vor Sextortion
Nach dem Versand des Materials kommt es regelmäßig zu Erpressungsversuchen. Die Täter fordern dabei häufig vierstellige Geldbeträge und drohen mit der Veröffentlichung der Bilder.
Die Kriminalpolizei warnt deshalb eindringlich davor, unbekannten Social-Media-Kontakten intime Fotos oder Videos zu senden. Häufig sitzen die Täter im Ausland und nutzen missbräuchlich Bilder anderer Personen. Dadurch gestalten sich Ermittlungen oft schwierig und langwierig.