VHS-Vortrag in Altenburg über Atommüll und Demokratie
In der Volkshochschule Altenburg findet am Montag, 20. April, um 18 Uhr ein Vortrag zum Thema „Atommüll – eine gesellschaftliche Herausforderung für die Demokratie“ statt. Zu Gast in der Reihe „Akademie in der Aula“ ist der Politikwissenschaftler Priv.-Doz. Dr. Achim Brunnengräber von der Freien Universität Berlin.
Im Mittelpunkt des VHS-Vortrag Altenburg steht die Frage, wie Deutschland mit hochradioaktivem Müll umgeht. Zwar wurde über Jahrzehnte Strom in Atomkraftwerken erzeugt, ein Lager, in dem der dabei entstandene Atommüll für eine Million Jahre möglichst sicher abgeschottet werden kann, existiert jedoch bis heute nicht.
Die Suche nach einem Standort für ein solches Endlager verläuft weiterhin langsam und ist von Verzögerungen geprägt. Mögliche Standortregionen wurden entlang geologischer Kriterien auf etwa ein Viertel der Fläche Deutschlands begrenzt.
Im Vortrag geht es auch um die soziale Akzeptanz im Umgang mit Atommüll. Dabei wird die Frage aufgeworfen, ob das Prinzip „Nicht in meinem Hinterhof!“ gilt oder ob die Gesellschaft konstruktiv am Entscheidungsprozess beteiligt wird.
Achim Brunnengräber zeichnet in seinem Vortrag den Prozess der Endlagersuche nach und erörtert die Herausforderungen, die dieser Prozess für die Demokratie mit sich bringt.
Der Eintritt ist frei. Die Volkshochschule empfiehlt jedoch eine Platzreservierung unter 03447 507928 oder online unter www.vhs-altenburgerland.de.