Trägerschaft des Mauritianums bis 2037 gesichert
Landkreis und Naturforschende Gesellschaft setzen Zusammenarbeit am Mauritianum Altenburg fort

Knut Schröder, unterzeichnen die Verlängerung des Trägerschaftsvertrages für das Mauritianum. Die
neue Vereinbarung gilt ab 1. Januar 2028 für weitere zehn Jahre. (Foto: Mauritianum)
Altenburg. Die Zukunft des Naturkundemuseums Mauritianum in Altenburg ist langfristig gesichert. Der Landkreis Altenburger Land und die Naturforschende Gesellschaft Altenburg e.V. setzen ihre Zusammenarbeit für weitere zehn Jahre fort. Den neuen Trägerschaftsvertrag unterzeichneten Landrat Uwe Melzer und Knut Schröder am 11. September 2026 während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Naturforschenden Gesellschaft.
Die neue Vereinbarung tritt am 1. Januar 2028 in Kraft und läuft bis Ende 2037. Die Naturforschende Gesellschaft trägt bereits seit dem 1. Januar 2007 die Verantwortung für das Naturkundemuseum.
Landrat Uwe Melzer bezeichnete die bisherige Trägerschaft als „Erfolgsgeschichte“. Die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Naturforschender Gesellschaft habe sich seit der Übernahme bewährt. Mit der Vertragsverlängerung werde die Partnerschaft langfristig fortgeführt und zugleich Planungssicherheit für das Mauritianum geschaffen.
Die Grundlage dafür hatte der Kreistag des Altenburger Landes bereits im Juni 2026 gelegt. Mit seinem Beschluss wurde der Weg für eine Fortsetzung der Trägerschaft über das Jahr 2027 hinaus frei.
Landkreis erhöht jährlichen Zuschuss auf 300.000 Euro
Mit dem neuen Vertrag ändern sich auch die finanziellen Rahmenbedingungen. Seit Beginn der Trägerschaft im Jahr 2007 erhält die Naturforschende Gesellschaft jährlich 271.000 Euro vom Landkreis. Dieser Betrag wurde seitdem nicht erhöht.
Ab dem 1. Januar 2028 steigt der jährliche Zuschuss auf 300.000 Euro. Ein größerer Teil der zusätzlichen Mittel soll für Investitionen eingesetzt werden.
Damit sollen sowohl der laufende Museumsbetrieb abgesichert als auch notwendige Investitionen ermöglicht werden. Zugleich entstehen zusätzliche finanzielle Spielräume für die weitere Entwicklung des Mauritianums.
Veränderungen im Vorstand der Naturforschenden Gesellschaft
Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung wurden außerdem mehrere Vorstandspositionen neu besetzt beziehungsweise verteilt.
Mike Jessat gab das Amt des Schatzmeisters ab, das er in den vergangenen zwei Jahren ausgeübt hatte. Als Direktor des Mauritianums soll er sich dadurch wieder stärker auf die Belange des Museums konzentrieren können.
Zum neuen Schatzmeister wurde Knut Schröder gewählt. Der Banker möchte seine beruflichen Erfahrungen künftig verstärkt in die Finanzarbeit der Naturforschenden Gesellschaft einbringen. Sein bisheriges Amt als stellvertretender Vorsitzender gab er im Zuge der Veränderungen ab.
Neu in den Vorstand gewählt wurde außerdem Jörg Kirschnick-Werner aus Schmölln. Er ist heute Amtsleiter für Stadtgrün in Gera und bereits seit vielen Jahren mit der Naturforschenden Gesellschaft verbunden.
Bis vor fünf Jahren arbeitete Kirschnick-Werner für die Gesellschaft und leitete die von ihr getragene Natura-2000-Station Obere Saale. Künftig möchte er sich wieder ehrenamtlich engagieren und seine Erfahrungen unter anderem aus den Bereichen Naturschutz, Landschaftspflege und Verwaltung in die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft einbringen.
Vertrag schafft Planungssicherheit bis Ende 2037
Das Mauritianum vereint naturkundliche Sammlungen, Forschungsarbeit sowie Bildungs- und Vermittlungsangebote. Zudem ist es als außerschulischer Lernort tätig und beschäftigt sich mit Natur und Landschaft des Altenburger Landes sowie der regionalen Naturgeschichte.
Mit dem neuen Trägerschaftsvertrag führen der Landkreis Altenburger Land und die Naturforschende Gesellschaft ihre seit 2007 bestehende Zusammenarbeit bis Ende 2037 fort.