Jahresempfang Altenburg 2026: Vision für eine aufblühende Stadt und besondere Ehrungen

Podiumsdiskussion zum Jahresempfang 2026 (Foto: Franziska Ebert)
Podiumsdiskussion zum Jahresempfang 2026 (Foto: Franziska Ebert)

Rund 400 geladene Gäste sind am Montag zum Jahresempfang Altenburg 2026 ins Theaterzelt gekommen. Die Stadt Altenburg hatte gemeinsam mit der Energie- und Wasserversorgung Altenburg sowie der Städtischen Wohnungsgesellschaft eingeladen. Im Mittelpunkt standen die Themen Bauen, Wohnen und Streiten, aber auch die Frage, wie sich die Skatstadt in den kommenden Jahren entwickeln könnte.

Für den kulturellen Rahmen sorgten Künstlerinnen und Künstler des Theaters Altenburg Gera. Mit ihren Auftritten gaben sie zugleich einen Vorgeschmack auf die neue Spielzeit.

André Neumann nimmt Gäste mit ins Altenburg des Jahres 2036

Oberbürgermeister André Neumann wählte für seine Rede einen ungewöhnlichen Ansatz: Er nahm die Gäste mit auf einen gedanklichen Spaziergang durch das Altenburg im Jahr 2036.

Seine Vision zeigt eine Stadt, die von Investitionen und der Landesgartenschau 2032 profitiert. Im Industriegebiet Altenburg/Windischleuba haben sich in diesem Zukunftsbild erste Unternehmen angesiedelt. Der Weg führt über einen einladenden Bahnhofsvorplatz und sanierte Straßen zum Lindenau-Museum und weiter über den neu gestalteten Pauritzer Platz zum Theaterplatz.

Auch das modernisierte Theater, die erneuerten Fassaden von Schloss und Schlosskirche sowie aufgewertete Bereiche wie Keplerplatz, Frauengasse und Brühl gehören zu Neumanns Zukunftsbild.

Eine wichtige Rolle spielen dabei zwei große Projekte in der Altenburger Innenstadt: die Spieleerlebniswelt Yosephinum und die moderne Bibliothek Ernestinum. Beide Einrichtungen sollen Besucher anziehen und gleichzeitig als Treffpunkte das Zentrum beleben.

Investitionen rund um den Kleinen und Großen Teich sowie die Weiterentwicklung des Waldstadions zu einer attraktiven Sportstätte komplettieren die Vision.

Kulturpreis für das Paul-Gustavus-Haus (Foto: Franziska Ebert)
Kulturpreis für das Paul-Gustavus-Haus (Foto: Franziska Ebert)

Kulturpreis für das Paul-Gustavus-Haus

Nach der Rede wurde der Kulturpreis der Stadt Altenburg verliehen. Die Auszeichnung ging an den Förderverein Zukunftswerkstatt Paul-Gustavus-Haus.

Damit würdigt die Stadt das langjährige ehrenamtliche Engagement rund um das Paul-Gustavus-Haus und dessen kulturelle Arbeit in Altenburg.

Thomas de Maizière spricht über einen handlungsfähigen Staat

Anschließend rückte der ehemalige Bundesminister Thomas de Maizière in den Mittelpunkt. Er sprach über die Initiative für einen handlungsfähigen Staat und kritisierte unter anderem, dass Verfahren in Deutschland häufig stärker gewichtet würden als die erzielten Ergebnisse.

De Maizière beteiligte sich anschließend an einer Podiumsdiskussion. Mit dabei waren Marielis Kern, Geschäftsführerin der Thüringer Fiber-Trommel GmbH, Christian Klein, Staatssekretär im Thüringer Justizministerium, und Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland.

Dabei wurden die zuvor angesprochenen Themen mit Blick auf Altenburg und die Region vertieft.

Ehrenmedaille für Thomas Wicklein (Foto: Franziska Ebert)
Ehrenmedaille für Thomas Wicklein (Foto: Franziska Ebert)

Ehrenmedaille für Thomas Wicklein

Eine besondere Überraschung gab es zum Abschluss des Jahresempfangs: Der langjährige Kapellmeister des Theaters Altenburg Gera, Thomas Wicklein, erhielt die Ehrenmedaille der Stadt Altenburg.

Der Stadtrat hatte die selten vergebene Ehrung für den verdienten Orchesterleiter zuvor in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen. Passend dazu war Wicklein auch beim Jahresempfang Altenburg 2026 musikalisch aktiv und dirigierte an diesem Abend.

Wer den Jahresempfang mit Reden, Ehrungen und Kulturprogramm noch einmal erleben möchte, kann die Aufzeichnung auf der Facebook-Seite der Stadt Altenburg sowie auf dem städtischen YouTube-Kanal ansehen.

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