SPD-Fraktion Altenburg: Nachfragen bringen neue Informationen zu Baustellen und Verkehrsprojekten

Die SPD-Fraktion im Altenburger Stadtrat hat der Stadtverwaltung insgesamt 30 Fragen zu aktuellen Verkehrsprojekten und Baustellen gestellt. Die Antworten liefern nach Angaben der Fraktion neue Informationen zu mehreren laufenden Maßnahmen in Altenburg. Gleichzeitig sieht die SPD weiteren Gesprächsbedarf.

„In Altenburg wird derzeit an vielen Stellen gebaut. Das ist grundsätzlich positiv, denn es zeigt, dass sich unsere Stadt entwickelt. Gleichzeitig entstehen dadurch Fragen bei Bürgerinnen und Bürgern, Anliegern und Gewerbetreibenden. Genau deshalb fragen wir nach“, erklärt Fraktionsvorsitzender Thomas Jäschke.

Carl-von-Ossietzky-Straße: Gehweg instandgesetzt

Im Bereich der Druckerei in der Carl-von-Ossietzky-Straße wurde der Gehweg grundhaft instandgesetzt. Dabei wurden Oberflächenmaterial und Unterbau aufgenommen und neu hergestellt. Gleichzeitig wurde die Belastbarkeit erhöht.

Hintergrund waren fortwährende Beschädigungen durch verkehrliche Einwirkungen, insbesondere durch den Anlieferungsverkehr, sowie die notwendige Wiederherstellung der Verkehrssicherheit.

Das während der Arbeiten entfernte Verkehrszeichen an der Kreuzung Carl-von-Ossietzky-Straße/Gutenbergstraße soll wieder aufgestellt werden. Laut Verwaltung wurde es bereits bestellt. Ein konkreter Termin steht noch nicht fest.

Gabelentzstraße: 4,40 Meter im Bereich der Bushaltestelle

Auch die Gabelentzstraße war Gegenstand der Fragen. Im Zuge der Protected Bike Lane wurde die Straßenoberfläche instandgesetzt. Nach dem ursprünglichen Beschluss wurden aus verkehrsrechtlichen Gründen Übergangsbereiche an Kreuzungen und Parkflächen angepasst. Die Protected Bike Lane selbst blieb laut Verwaltung unverändert.

Im Bereich der Bushaltestelle beträgt der Abstand zum nächsten Parkplatz und zur Protected Bike Lane jeweils 4,40 Meter. Die Markierung der Bushaltestelle könne überfahren werden.

Bushaltestelle am Pauritzer Platz verlegt

Beim Ausbau des Pauritzer Platzes wurde die Bushaltestelle gegenüber der ursprünglichen Planung in Richtung Johann-Sebastian-Bach-Straße verschoben.

Grund dafür waren laut Mitteilung örtliche Gegebenheiten und Anliegen aus der Anliegerschaft. Die Änderung wurde mit Anliegern und der THÜSAC abgestimmt. Am bisherigen Standort entstehen Parkmöglichkeiten.

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Torsten Rist sieht bei Änderungen dieser Art Verbesserungsmöglichkeiten in der Kommunikation gegenüber den politischen Gremien.

Leipziger Straße: Schäden werden weiter untersucht

Zur halbseitigen Sperrung der Leipziger Straße teilte die Verwaltung mit, dass Hohlräume und Risse die Standfestigkeit und Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Das Ausmaß wird derzeit baugrundtechnisch untersucht. Wie lange die Sperrung bestehen bleibt, ist noch offen.

Nach weiteren Informationen der Stadt werden zwischen den Hausnummern 23 und 37 bereits seit Anfang 2025 Setzungen beobachtet. Suchschachtungen und Bodenradarmessungen deuten auf ein größeres Schadensbild hin. Ursache und Umfang werden gutachterlich untersucht. Dabei werden auch Abwasser-, Trinkwasser- und Gasleitungen sowie der frühere Straßenaufbau einbezogen.

Kauerndorfer Allee soll zeitnah durchgehend befahrbar werden

Eine weitere Information betrifft die Kauerndorfer Allee. Die Durchfahrt im Bereich der neuen Bahnbrücke ist bislang aus verkehrsorganisatorischen Gründen noch nicht geöffnet. Dabei spielte laut Verwaltung insbesondere der ÖPNV aus Richtung Eisenbahnstraße eine Rolle.

Die Kauerndorfer Allee soll nun zeitnah ampelgesteuert durchgehend befahrbar werden. Die Hauptarbeiten an der Gesamtmaßnahme sollen nach aktuellem Stand bis Ende 2026 abgeschlossen werden.

SPD regt Grundrahmen für Baustellenkommunikation an

Die SPD-Fraktion fragte außerdem nach den Auswirkungen längerfristiger Baustellen auf Geschäfte und Einrichtungen. Die Verwaltung verweist auf frühzeitige Informationen, Gespräche mit Anliegern, Ansprechpartner und individuelle Lösungen. Einen grundsätzlichen Maßnahmenplan gibt es demnach nicht.

Die Fraktion will deshalb prüfen, ob ein verlässlicher Grundrahmen für längerfristige Baustellen angeregt werden sollte. Dieser könnte Standards für frühzeitige Informationen, feste Ansprechpartner, regelmäßige Updates bei Veränderungen sowie die Abstimmung mit betroffenen Geschäften und Einrichtungen vorsehen.

„Natürlich ist jede Baustelle anders. Trotzdem müssen wir nicht jedes Mal bei null anfangen“, erklärt Rist. Besonders bei längerfristigen Baumaßnahmen müsse frühzeitig darüber gesprochen werden, wie Erreichbarkeit, Sichtbarkeit und Kundenverkehr möglichst gut erhalten werden können.

Schreibe einen Kommentar

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"