Onlinedienste Landratsamt Altenburger Land

Landratsamt Altenburger Land
Landratsamt Altenburger Land

Verwaltung im Landkreis baut digitale Angebote weiter aus

Die Onlinedienste Landratsamt Altenburger Land gewinnen weiter an Bedeutung. Deutschland will digitaler, schneller und leistungsfähiger werden. Auch in Thüringen und im Altenburger Land schreitet die Digitalisierung voran – sowohl für die Bürger als auch für die internen Abläufe im Landratsamt.

Ziel ist es, Verwaltungsleistungen einfacher zugänglich zu machen, Bearbeitungszeiten zu verkürzen und Prozesse effizient, transparent sowie medienbruchfrei zu gestalten.

Der Freistaat Thüringen verfolgt mit seiner Smart-State-Strategie das Ziel, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft digital zukunftsfähig aufzustellen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Vernetzung digitaler Angebote sowie auf der nutzerorientierten Bereitstellung von Verwaltungsleistungen.

Zudem arbeitet der Freistaat an der Einführung der Thüringen-App. Bürger sollen damit künftig einen zentralen und mobilen Zugang zu Verwaltungsleistungen, Informationen und persönlichen Anliegen erhalten – unabhängig von Zeit und Ort.

Angebot an Onlinediensten wächst

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Entwicklung ist der kontinuierliche Ausbau des Angebots an Onlinediensten. Rechtsgrundlage ist unter anderem das Onlinezugangsgesetz (OZG). Es verpflichtet auch das Landratsamt Altenburger Land, Verwaltungsleistungen zu digitalisieren und über Verwaltungsportale anzubieten.

Über die Webseite des Landkreises können bereits zahlreiche Verwaltungsleistungen digital beantragt werden:

www.altenburgerland.de/de/buergerservice-online

Dazu zählen unter anderem digitale Antragsmöglichkeiten für i-Kfz, Fahrerkarte, BAföG, Elterngeld, Unterhaltsvorschuss, Schwerbehindertenausweis und Einbürgerung. Hinzu kommen mehrsprachige Antragsstrecken der Ausländerbehörde, die Online-Abfrage zum naturschutzrechtlichen Vorkaufsrecht, die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz sowie die Möglichkeit zur Online-Terminbuchung.

Online-Terminbuchung für Kfz-Zulassung und Fahrerlaubnisbehörde

Die Online-Terminbuchung soll Behördengänge besser planbar machen und Wartezeiten deutlich reduzieren. Derzeit steht dieser Dienst für die stark frequentierte Kfz-Zulassung sowie für die Fahrerlaubnisbehörde zur Verfügung.

Eine Ausweitung auf weitere Verwaltungsbereiche ist vorgesehen. Das Angebot an Onlinediensten wächst kontinuierlich. Die Anbindung des Online-Bauantrages befindet sich auf der Zielgeraden, der Onlinedienst Wohngeld steht ebenfalls bereits in den Startlöchern.

Zuständigkeitsfinder und Bürgertelefon 115

Auch auf Landesebene wurden wichtige Grundlagen für die Digitalisierung geschaffen, die den Kommunen zur Nachnutzung bereitstehen. Von zentraler Bedeutung ist der Zuständigkeitsfinder unter:

https://verwaltung.thueringen.de

Er ermöglicht das Suchen und Finden von Verwaltungsleistungen, der zuständigen Stelle und gegebenenfalls verfügbarer Onlinedienste. Ergänzend steht seit Kurzem das Bürgertelefon unter der Rufnummer 115 zur Verfügung:

www.altenburgerland.de/de/115-das-buergertelefon

Als weitere Basiskomponenten gibt es das Thüringer Antragssystem für Verwaltungsleistungen (ThAVEL), den Thüringer Formularservice sowie E-Payment-Basisfunktionalitäten (EPayBL). ThAVEL ermöglicht eine strukturierte, einheitliche und nutzerfreundliche digitale Antragstellung.

Neben der Bereitstellung von Leistungen über das ThAVEL-Portal spielt das sogenannte „Einer für Alle“-Prinzip (EfA) eine wichtige Rolle. Dabei wird eine digitale Verwaltungsleistung einmal von einem Land oder einer Allianz entwickelt und betrieben. Andere Länder und Kommunen können diese Leistung über standardisierte Schnittstellen mitnutzen. So sollen Ressourcen gespart, Doppelentwicklungen vermieden und die Digitalisierung der Verwaltung beschleunigt werden.

Interne Verwaltungsarbeit wird digitalisiert

Parallel zur Erweiterung der Onlineangebote wird auch die interne Verwaltungsarbeit modernisiert. Ziel ist nicht nur, einen Onlinedienst für Antragstellende bereitzustellen, um den Antrag anschließend auszudrucken und analog weiterzubearbeiten.

Wichtig ist die Digitalisierung des gesamten Prozesses innerhalb der Verwaltung. An der schrittweisen verwaltungsweiten Einführung der elektronischen Akte, kurz E-Akte, führt dabei kein Weg vorbei. Papierakten sollen zunehmend abgelöst werden.

Dafür müssen Onlineanträge an die im Landratsamt eingesetzten Fachverfahren angebunden werden. Zudem sind entsprechende Schnittstellen notwendig. Auch der papierne Posteingang soll digitalisiert werden.

Der Umsetzungsprozess ist komplex und zeitaufwändig. Am Ende soll er aber zu einer besseren Nachvollziehbarkeit von Vorgängen führen, die Zusammenarbeit zwischen den Fachdiensten im Haus vereinfachen und Entscheidungsprozesse beschleunigen.

Bereits im Jahr 2022 wurde im Landratsamt der elektronische Rechnungsprozess etabliert. Er ermöglicht eine durchgängig elektronische Bearbeitung von Eingangsrechnungen – von der Einreichung bis zur Zahlungsfreigabe.

Aktuell befinden sich in verschiedenen Bereichen des Landratsamtes Projekte zur Einführung der E-Akte in Umsetzung. Die Kreisverwaltung setzt weiter auf digitale Strukturen, um den Anforderungen an eine moderne und bürgerfreundliche Verwaltung gerecht zu werden.

Künstliche Intelligenz kann künftig eine Rolle spielen

Künftig wird auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, kurz KI, an Bedeutung gewinnen. Denkbar ist beispielsweise eine Unterstützung bei der Antragstellung, eine automatisierte Vorprüfung von Unterlagen oder die Verbesserung von Serviceangeboten durch intelligente Assistenzsysteme.

Voraussetzung ist ein verantwortungsvoller, transparenter und datenschutzkonformer Einsatz.

Persönlicher Kontakt bleibt möglich

Trotz fortschreitender Digitalisierung bleibt die Möglichkeit des persönlichen Kontakts wichtig. Nicht alle Menschen können oder wollen digitale Angebote sicher nutzen.

Gerade bei schwierigen, sensiblen oder erklärungsbedürftigen Anliegen braucht es direkte persönliche Beratung, Vertrauen und Erreichbarkeit vor Ort. Das Landratsamt wird deshalb weiterhin gut erreichbare analoge Zugänge für die Erledigung von Verwaltungsangelegenheiten anbieten.

Die Onlinedienste Landratsamt Altenburger Land werden damit weiter ausgebaut, ohne den persönlichen Kontakt vollständig zu ersetzen.

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