Bedeutende Schenkung für das Schlossmuseum Altenburg

Sechs Altenburger Perlkrüge erweitern die Sammlung im Residenzschloss

v. l. n. r.: Monika Kamprath, Vincent Rudolf, Beatrix Weinhold-Haucke und Karl-Ludwig Kamprath im Bachsaal des Residenzschlosses Altenburg bei der Schenkung der Perlkrüge an das Schlossmuseum Altenburg, (Foto: Lindenau-Museum Altenburg/Julia Wiehenstroth)
v. l. n. r.: Monika Kamprath, Vincent Rudolf, Beatrix Weinhold-Haucke und Karl-Ludwig Kamprath im Bachsaal des Residenzschlosses Altenburg bei der Schenkung der Perlkrüge an das Schlossmuseum Altenburg, (Foto: Lindenau-Museum Altenburg/Julia Wiehenstroth)

Altenburg. Das Schlossmuseum im Residenzschloss Altenburg erhält einen bedeutenden Sammlungszuwachs. Der Bankier Karl-Ludwig Kamprath hat den Altenburger Museen sechs historische Altenburger Perlkrüge geschenkt und die Stücke persönlich im Residenzschloss übergeben.

Die Perlkrüge gehören zu einer besonderen Form Altenburger Keramikkunst. Bereits ab etwa 1690 sind Perlendekorationen auf Keramikgefäßen aus Altenburger Töpfereien bekannt. Ihre Blütezeit erlebte diese Gestaltungstechnik im 18. Jahrhundert.

Aufwendige Dekoration aus kleinen Tonperlen

Typisch für die Altenburger Perlkrüge sind kleine, stecknadelgroße Tonperlen in Blau, Schwarz, Weiß oder Braun. Sie wurden auf meist ockerfarbene Keramik aufgebracht und zu kunstvollen Mustern zusammengesetzt.

Dabei entstanden unter anderem üppige Ranken, Rosetten und umlaufende Friese. Die aufwendige handwerkliche Technik und die Kombination der verschiedenen Materialien machen die Perlkrüge zu einer charakteristischen Form Altenburger Keramikkunst.

Da diese besondere Kunstform nur für einen vergleichsweise kurzen Zeitraum verbreitet war, besitzen die erhaltenen Stücke heute einen seltenen Sammlerstatus.

Schenker wurde in Altenburg geboren

Karl-Ludwig Kamprath lebt heute im bayerischen Deisenhofen, wurde jedoch in Altenburg geboren. Im Jahr 1959 zog er nach München. Ab 1968 war er beim Sparkassenverband Bayern tätig und stand später der Kreissparkasse München-Starnberg als Vorstandsvorsitzender vor.

Für sein ehrenamtliches Engagement wurde Kamprath unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Museumsdirektor dankt für Schenkung

Dr. Roland Krischke, Direktor der Altenburger Museen, bezeichnet die sechs Perlkrüge als bedeutende Erweiterung der Sammlung.

„Ich möchte Herrn Kamprath und seiner Familie meinen tief empfundenen Dank für diese besondere Schenkung ausdrücken. Die sechs Exponate erweitern unseren Sammlungsbestand in diesem Segment bedeutend“, erklärt Krischke.

Zugleich wertet er die Schenkung als positives Signal für die überregionale Wahrnehmung des Schlossmuseums Altenburg und der Altenburger Museen.

Öffentliche Vorstellung im kommenden Februar

Die sechs Altenburger Perlkrüge sollen der Öffentlichkeit erstmals im Februar kommenden Jahres vorgestellt werden.

Geplant ist die Präsentation im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kaffeekränzchen“ der Altenburger Museen.

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