Kita-Zuschlag Altenburger Land: Planungssicherheit für kleine Kitas
Fünf-Prozent-Zuschlag gilt in den Jahren 2026 und 2027
Gute Nachricht für das Altenburger Land: Kleine Kindergärten erhalten den zusätzlichen Landeszuschuss nicht nur im Jahr 2026, sondern auch im Jahr 2027. Den Weg dafür hat der Bildungsausschuss des Thüringer Landtags mit der Einigung zur Novellierung des Kindergartengesetzes freigemacht.
Die SPD-Landtagsfraktion hat nach eigenen Angaben die Koalitionspartner von der Fünf-Prozent-Zusatzzahlung für kleine Kindergärten überzeugt und sorgt damit für Planungssicherheit für die Träger. Einrichtungen mit höchstens 50 belegten Plätzen erhalten den Zuschlag. Das Land stellt dafür in diesem und im kommenden Jahr jeweils fünf Millionen Euro bereit.
Diese Kitas im Altenburger Land profitieren 2026
Vom Kita-Zuschlag Altenburger Land profitieren im Jahr 2026 insgesamt 23 Kindergärten.
Stadt Altenburg
- Kita „Ehrenberger Dorfspatzen“
Stadt Schmölln
- Kita „Seepferdchen“
- Kita „Nemzer Rasselbande“
- Kita „Zwergenrevier“
Stadt Meuselwitz
- Kita „August Fröhlich“
- Kita „Liselotte Hermann“
- Kita „Sebastian Kneipp“
Gemeinde Nobitz inklusive Langenleuba-Niederhain
- Kita „Purzelbaum“
- Kita „Schwalbennest“
- Kita „Rumpelstilzchen“
Verwaltungsgemeinschaft Pleißenaue
- Kita „Am Märchenwald“
- Kita „Geschwister Scholl“
- Kita „Kleiner Eisvogel“
Verwaltungsgemeinschaft Rositz
- Kita „Pusteblume“
- Kita „Waldhäuschen“
- Kita „Krümelkiste“
- Kita „Frohe Zukunft“
Verwaltungsgemeinschaft Oberes Sprottental
- Kita „Kunterbunt“
- Kita „Frechdachs“
- Kita „Maxl“
- Kita „Vollmershainer Grashüpfer“
Gemeinde Gößnitz
- Kita „Knirpsenland“
- Evangelischer Kindergarten
SPD Altenburger Land begrüßt Sonderzuweisung
„Ich begrüße ausdrücklich, dass diese Sonderzuweisung nicht nur für das Jahr 2026, sondern auch für 2027 gilt. Diese bereits in Bayern angewendete sinnvolle Regelung sollte auch darüber für einen notwendigen Transformationsprozess verstetigt werden. Ich fordere sowohl die Kommunen, als auch die freien Träger auf, das Landesgeld zu nutzen und unsere Einrichtungen vor Ort zu erhalten und neu auszurichten“, sagt Norman Müller, SPD-Kreisvorsitzender Altenburger Land.
Auch Max Bretzmann, Juso-Kreisvorsitzender und Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Landkreises, verweist auf die Bedeutung wohnortnaher Betreuung:
„Kurze Wege zur Kita sind für Familien im ländlichen Raum sowohl für die Kinder, ihre Eltern als auch die Beschäftigten das Ziel. Die Antwort auf zurückgehende Kinderzahlen kann nicht Schließungen heißen. Vielmehr sollten Möglichkeiten für Neustrukturierungen und eine zukunftsfeste Betreuungsqualität gefunden werden“, so Bretzmann.
Für die SPD Altenburger Land steht fest, dass die Zeit genutzt werden soll, um in den intensiven Austausch zu treten. Dabei geht es darum, wie sich die Kita-Landschaft im Altenburger Land in den Folgejahren unter Berücksichtigung des weiteren Rückgangs an Neugeborenen gestalten lässt.
Der Landtag entscheidet im bevorstehenden Juni-Plenum abschließend über den Gesetzentwurf.