Krankenstand in Thüringen 2025 leicht gesunken
Die Berufstätigen in Thüringen waren im Jahr 2025 etwas seltener krankgeschrieben. Das zeigt eine Auswertung der Arbeitsunfähigkeitsdaten der AOK PLUS. Fehlten im Jahr 2024 an einem Arbeitstag noch 7,5 Prozent der Beschäftigten, sank der Krankenstand Thüringen im vergangenen Jahr leicht auf 7,3 Prozent. Thüringen liegt damit weiterhin über dem bundesweiten Durchschnitt aller AOK-Versicherten mit 6,4 Prozent.
Von den berufstätigen Versicherten der AOK PLUS waren im vergangenen Jahr 68,8 Prozent mindestens einmal krankgeschrieben. Im Jahr 2024 lag dieser Wert bei 68,9 Prozent. Ebenfalls leicht gesunken ist die durchschnittliche Dauer der Krankschreibungen. Sie lag 2025 bei 11,5 Tagen.
Regional zeigen sich Unterschiede. Am höchsten war der Krankenstand im Kyffhäuserkreis mit 8,1 Prozent sowie im Kreis Hildburghausen mit 8 Prozent. Am niedrigsten fiel er in Jena mit 6,5 Prozent sowie in Erfurt, Greiz, Weimar und im Saale-Orla-Kreis mit jeweils 7 Prozent aus.
Dr. Stefan Knupfer, Vorstandsvorsitzender der AOK PLUS, erklärte, statt politischer Schuldzuweisungen müsse der Blick auf die tatsächlichen Ursachen von Erkrankungen gerichtet werden. Viele Unternehmen arbeiteten bereits daran, gesunde Arbeitsbedingungen für ihre Beschäftigten zu schaffen. Ziel müsse sein, dass Menschen länger gesund leben und arbeiten können.
Ein wichtiger Ansatzpunkt ist nach Angaben der AOK PLUS das betriebliche Gesundheitsmanagement. Unterstützt wurden Unternehmen unter anderem bei einer besseren Arbeitsorganisation, ergonomischen Arbeitsplätzen, mehr Bewegung im Arbeitsalltag, Veränderungen in der Führungskultur sowie Angeboten zur Stärkung der psychischen Gesundheit.
Auffällig ist laut Bericht der Anstieg bei kurzen Krankschreibungen von ein bis drei Tagen. Ihr Anteil stieg von 34,5 Prozent im Jahr 2024 auf 35,6 Prozent im Jahr 2025. Langzeiterkrankungen von mehr als sechs Wochen machten 3,6 Prozent aller Fälle aus, verursachten jedoch rund 40 Prozent aller Krankentage.
Die häufigste Ursache für Krankschreibungen bleiben Atemwegserkrankungen mit 27,1 Prozent. Es folgen Muskel- und Skeletterkrankungen mit 12,7 Prozent sowie Verdauungserkrankungen mit 7,8 Prozent. 5,4 Prozent der Krankschreibungen gingen auf psychische Erkrankungen zurück.
Grundlage der Analyse waren die gemeldeten Arbeitsunfähigkeitsfälle von rund 503.000 Mitgliedern der AOK PLUS in Thüringen im Jahr 2025.