Klassenfahrt nach Polen. Erinnern, verstehen und Haltung zeigen.

Die Schülerinnen und Schüler der 9.Klasse in der Gedenkstätte Auschwitz (Foto: R.Fenk / Privat)
Die Schülerinnen und Schüler der 9.Klasse in der Gedenkstätte Auschwitz (Foto: R.Fenk / Privat)

Vom 04.05. bis 08.05. unternahmen die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Regelschule „Am Eichberg“ in Schmölln eine gemeinsame Bildungsreise nach Polen. Ziel der Fahrt war es, sich intensiv mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinanderzusetzen und Geschichte nicht nur aus Schulbüchern kennenzulernen, sondern direkt an den Orten des Geschehens zu erleben.

Im Mittelpunkt der Reise standen dabei die Besuche der Gedenkstätten Auschwitz und Auschwitz Birkenau sowie der historischen Stadt Krakau. Für viele Schülerinnen und Schüler waren die Eindrücke nur schwer zu begreifen und emotional äußerst bewegend.

Schulleiter und Klassenlehrer der Klasse 9b, René Fenk, betont die besondere Bedeutung solcher Bildungsfahrten:
„Gerade in einer Zeit, in der historische Zusammenhänge zunehmend infrage gestellt oder relativiert werden, ist es wichtig, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, Geschichte unmittelbar zu erleben. Der Besuch der Gedenkstätten schafft Eindrücke, die weit über den Unterricht hinauswirken. Deshalb wünschen wir uns, solche Fahrten auch künftig regelmäßig anbieten zu können.“

Besonders eindrücklich schilderte der Schüler Elija-Noel Rauschenbach seine Erfahrungen während des Besuchs:„Die Gänge mit den Bildern haben mich tief bewegt, wenn man bedenkt, dass hinter jedem Bild ein Schicksal und ein unvollendetes Leben steht. Die industrielle Tötung von Menschen, wie sie in Auschwitz in ihrer Schrecklichkeit
durchgeführt wurde, lässt meinen Glauben an die Menschlichkeit in seinen Grundfesten erschüttern. An den Rampen am Bahnhof hat man die Aura des Schreckens auch heute noch gefühlt.“

Neben den bedrückenden Eindrücken konnten die Schülerinnen und Schüler aber auch viele prägende Momente erleben, die zum Nachdenken anregten und die Bedeutung von Erinnerung, Demokratie und Menschlichkeit noch einmal eindrucksvoll verdeutlichten.

Ein besonderer Dank gilt der Bethe Stiftung sowie dem Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, die diese wichtige Bildungsreise ermöglicht und unterstützt haben. Klassenleiterin der Klasse 9c, Heike Strempel, fasst die Bedeutung der Reise abschließend zusammen: „Gerade solche Fahrten leisten einen wertvollen Beitrag zur historisch politischen Bildung junger Menschen und helfen dabei, Erinnerung lebendig zu halten.“

Frank Rauschenbach

Elternsprecher der Klasse 9b

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