AOK PLUS hält Zusatzbeitrag 2026 stabil
Signal der Verlässlichkeit für Versicherte in Thüringen
Die AOK PLUS hält ihren Zusatzbeitrag im Jahr 2026 stabil. Das hat der Verwaltungsrat der größten gesetzlichen Krankenkasse in Sachsen und Thüringen beschlossen. Der Zusatzbeitrag bleibt damit unverändert bei 3,1 Prozent. Grundlage ist ein Haushaltsplan mit einem Gesamtvolumen von 18,51 Milliarden Euro für die Krankenversicherung.
Von der Entscheidung profitieren auch zahlreiche Versicherte im Altenburger Land. Insgesamt sind rund 3,5 Millionen Menschen bei der AOK PLUS versichert.
Beitragssicherheit in politisch unsicheren Zeiten
Daniela Kolbe, Vorsitzende der Versichertenseite im Verwaltungsrat, bezeichnete den Beschluss als bewusstes Signal: Nach der Beitragserhöhung zum Jahreswechsel 2024/2025 sei es wichtig, den Menschen nun Planungssicherheit zu geben. Gerade in politisch unsicheren Zeiten hätten Versicherte Anspruch auf Verlässlichkeit.
Forderung nach echten Reformen im Gesundheitswesen
Sven Nobereit, Vorsitzender der Arbeitgeberseite, richtete deutliche Worte an die Politik. Seit Jahren stiegen die Kosten für Versicherte und Arbeitgeber, ohne dass sich die medizinische Versorgung spürbar verbessert habe. Stattdessen seien bestehende Strukturen immer weiter finanziert worden. 2026 müsse daher zum Jahr echter Strukturreformen werden.
Die AOK PLUS könne ihren Beitrag stabil halten, so Nobereit, weil sie effizient wirtschaftet, vergleichsweise niedrige Verwaltungskosten habe und auf moderne Versorgungsmodelle setze. Gleichzeitig erwarte man klare und verlässliche Rahmenbedingungen von Bund und Ländern.
Fokus auf Prävention und Vorsorge
Ein zentraler strategischer Ansatz der AOK PLUS bleibt das Konzept „Mehr gesunde Jahre“. Ziel ist es, den Schwerpunkt stärker auf Prävention, Vorsorge und Gesundheitskompetenz zu legen, statt vor allem kostenintensive Reparaturmedizin zu finanzieren.
Vorstand Dr. Stefan Knupfer betont, dass gezielt in niedrigschwellige Angebote, moderne Versorgungskonzepte und digitale Lösungen investiert werde – auch mit Blick auf Sachsen und Thüringen.
Wechsel an der Spitze der AOK PLUS
Zum 1. Januar 2026 kommt es zudem zu einem Führungswechsel: Dr. Stefan Knupfer übernimmt den Vorstandsvorsitz von Rainer Striebel, der in den Ruhestand geht. Ilona Wojnowski wird stellvertretende Vorstandsvorsitzende. Unterstützt wird das Duo von den Vorstandsbevollmächtigten Jens Hoßbach und Marko Schäfer.
Der Verwaltungsrat würdigte die langjährige Arbeit von Rainer Striebel und sieht die AOK PLUS mit der neuen Führung gut für die kommenden Reformaufgaben aufgestellt.
